Sonntag, 14. Juni 2009

Salome.

Ein kalter Hauch, der zwischen ihren schiefen Beinen hindurchweht. Schwarzes Nachthemd, auf und ab. Zehn Zehen auf kaltem Steinboden. Jeder Schritt wie eine Hand, die sanft tote Wangen streichelt. Ich bin der Regen, der ihr zu Füßen fällt, ihr die Schultern küsst, über ihren Körper wandert, Pore für Pore vorbeifließt. Schwarze, feucht schimmernde Haare, ein Moor in Mondesnacht greift um ihren Hals. Ich verwisch das bisschen Tod an ihren Augenrändern, die diesen einen Blick umschließen, der sich durch den Regen schneidet. Ich kann nicht anders, als an ihr immer und immer wieder herabzufließen und sie bekommt nicht mal Gänsehaut.

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