Mittwoch, 13. Mai 2009

Und ich zähle runter...

Auf der Suche nach Stille streife ich durchs hohe Gras, hinauf auf ein Plateau. Ich lass mich fallen. Der Himmel ist grau, die Ähren der blassbraunen Getreidefelder beugen sich dem trüben Wind, der von den Städten weht. Auf den Blütenköpfen der Blumen summen die fernen Geräusche der Autos. Ein Vogel lässt sich stumm auf einem Strommasten nieder, es singt aber der Mast. Er schaut nach oben zu seinem eisernen, großen Bruder, der dort oben, viel weiter oben, donnernd grollt.
Der Himmel aber weint still und heimlich Freudentränen, weil er in der Ferne die schließlich dunkle Nacht sehen kann, keine Laterne mehr da sie zu trüben, wie ein schwarzes Siegel auf ein viel zu langes Buch. Und nach und nach übertönt das Prasseln der Tropfen alles um mich herum. Wasser wäscht über die Straßen.

1 Kommentar: