"Wenn du an nichts glaubst, an keinen Gott, nicht an das Geld, nein, nicht mal an den Menschen, kannst du dann an dich glauben? Kannst du?"
Ihre Worte durchbohrten mich. Konnte ich, ja konnte ich das? Und wenn nicht, erübrigte sich dann nicht alles? Und kann das denn eine Lösung sein oder ist es bittere Kapitulation? Mein Chamäleon flimmerte wild. Tausend Farben tanzten und plötzlich war aus allem die Bewegung genommen. Jede Schuppe fand ihre Farbe, jede eine andere. Und im Großen ergaben sie ein großes Nichts. Ein Alles und nichts, ein vollendetes Spektrum, das jedoch nur Spiegelbild war, oder Sammlung, Kopie und sich nur durch die Angst davor nicht enttarnt zu werden zusammenhalten konnte. Ich zerbreche an dem was mich seit jeher über andere gestellt hat. Als sei ich am Ende der Welt von der Scheibe gefallen, ja ich hatte es endlich geschafft so weit zu kommen und dann war dort nichts, was mich hätte auffangen können. Nur eine Schwärze, keine Adjektive, nur schwarz. Das Höchstmaß an Verzweiflung.
Samstag, 5. September 2009
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